Montag, 23. Februar 2015

Es begann mit einem Stetoskop - unser selbstgenähter Arztkoffer



Es begann mit einem Stetoskop, das hat der kleine Mann von seinem Papa mitgebracht bekommen. Seitdem wird hier alles untersucht: wir, der Teddy und alle anderen Kuscheltiere, manchmal aber auch der Schrank oder das Bett. Könnte ja sein, dass wer (oder was) krank ist. Sicher ist sicher.


Ich frage also den kleinen Mann recht unbedarft, ob er denn auch eine Arzttasche für sein neues Lieblingsspielzeug haben wollte. Wollte er. Ich dachte dabei an Ostern oder so. Seitdem redete er aber von nichts anderem als seinem Arztkoffer und wo der denn nun sei. Tja, da musste ich wohl schneller ran als gedacht, versprochen ist versprochen.


Und so habe ich mich mal wieder hinter die Nähmaschine gesetzt und schnell etwas improvisiert. Eine rote rot-weiß gestreifte (Uni-Stoff hatte ich nicht da), mit Fleece gefütterte, kleine Arzttasche. Nichts besonderes, aber der kleine Mann findet sie klasse und das ist ja die Hauptsache! Damit das Stetoskop nicht so alleine ist, habe ich noch eine Spritze und ein "Saft zum gesund werden" dazu gepackt. Ein Verband und ein paar (Filz-) Pflaster sollen bald noch folgen.


Seitdem ist der kleine Arzt im Einsatz. So oft war ich noch nie krank ;-) Und nebenbei wird natürlich auch das Baby untersucht. Ihm gehts gut, sagt mein "Arzt" :-)

Mittwoch, 18. Februar 2015

Seife selbst gemacht - mit Rückschlägen


Schon seit sehr langer Zeit würde ich gerne mal Seife selbst machen. So richtig schöne Stückseife, das war mein Traum. Ich habe schon viel darüber gelesen und auch mir vor langem ein Buch gekauft. Doch irgendwie habe ich es nie geschafft... keine Zeit, zu viele Dinge, die ich dafür kaufen/besorgen müsste und der Umgang mit Chemikalien liegt mir auch nicht so. Deshalb habe ich das auf die lange Bank geschoben, aber den Wunsch nie vergessen.

Letzten Sommer überlegte ich, was wir unserer (recht großen) Familie zu Weihnachen schenken wollen und da kam ich wieder auf die Seife. Bei meinem Freund musste ich etwas Überzeugungsarbeit leisten, aber irgendwann fand er, es wäre einen Versuch wert. So wurde die Idee konkreter und konkreter, bis wir letztendlich es gewagt haben: Wir haben Seife gesiedet!

Wie geht Seife sieden überhaupt?
Öl und Lauge ergibt Seife. Soweit wusste ich das, aber wie genau muss man da vorgehen? Ich habe das Buch "Naturseife, das reine Vergnügen: Die Herstellung feiner Pflanzenseifen in der eigenen Küche" von Claudia Kasper (mehrmals) gelesen und kann es euch sehr emfehlen. Ich habe mich komplett daran gehalten und fand die Infos wirklich gut. Es wird alles Schritt für Schritt erklärt, vom Lauge herstellen über das Sieden an sich und natürlich sind auch ganz viele Rezepte dabei. Auf die genauen Details will ich hier gar nicht eingehen, ich denke wirklich, wenn man mit Chemikalien arbeitet sollte man sich eine solide (Wissens-)Grundlage schaffen, beispielsweise durch so ein Buch - und nein, dafür bekomme ich nix, das ich euch das empfehle ;-)

Die Planung
Was für Seife wollen wir eigentlich machen? Was müssen wir dafür noch alles besorgen? Viele Dinge gab es zu entscheiden und organisieren. Recht einfach gehalten sollte die Seife sein. Und ich wollte so wenig wie möglich dafür neu kaufen. So der Plan.
Nach längerem Überlegen und Rezepte vergleichen, entschied ich mich für eine einfache Lavendelseife aus meinem Buch, wenige Zutaten brauch man dazu und Lavendel habe ich im Garten, den wollte ich verwenden. So weit, so gut.

Die Utensilien zum Seife sieden
Ich hatte Glück, in unserem Keller konnte ich sowohl noch einen alten großen Topf von meiner Oma finden als auch einen Plastikkochlöffel von meiner Mutter. Einen alten Pürierstab und eine Plastikrührschüssel hatte ich noch aus der Zeit, als mein Freund und ich zwei getrennte Haushalte hatten. Ein (Infrarot?-)Thermometer konnte ich mir von meinem Vater ausleihen. Perfekt. Kaufen musste ich nur die Zutaten an sich (Öle, NaOH, ätherisches Öl), Schutzhandschuhe (Brille hatte ich auch noch aus Studienzeiten) und ein Plastiksieb. Das war etwas ärgerlich, denn das Sieb hätte ich eigentlich nicht wirklich gebraucht. Aber egal, Sicherheit geht vor, damit ich keine NaOH-Stückchen in der Seife habe.


Los gehts - Erster Versuch
Gleich vorweg, unser erster Versuch ist nichts geworden. Wir haben alles (eigentlich) nach Plan gemacht: das NaOH grammgenau abgewogen, Lauge angerührt, abkühlen lassen, in den genau abgwogenen Ölen verrührt, in die Form gefüllt (wir haben eine mit Plastiktüten ausgelegte Kuchenform genommen und noch einen Plastikaufbewahrungsbehälter), die Seife langsam auskühlen lassen... und als ich sie dann in Stücke schneiden wollte haben wir bemerkt, das was nicht stimmt. Die Seife war ganz splittrig und ließ sich gar nicht schneiden. Mist! Mittlerweile sind wir uns sehr sicher, dass der Fehler beim Abwiegen des NaOH passiert sein muss, wie auch immer. Ich habe mich so geärgert, aber nun war nichts mehr zu retten.

Der zweite Versuch
Mein Freund und ich, wir waren beide sehr frustriert. Wir hatten uns solche Mühe gegeben und Zeit und Geld investiert und nun mussten wir alles wegwerfen. Traurig. Da wir nun aber immernoch kein Weihnachtsgeschenk hatten und ich mir sehr sicher war, wo unser Fehler lag, haben wir es dann zwei Wochen später doch nochmal probiert. Und dieses Mal hats geklappt!


So sieht sie aus :-) Wir benutzen also nun unsere selbst gesiedete Lavendelseife und auch unsere Verwandschaft wurde an Weihnachten damit versorgt. Bis jetzt haben wir nur positive Rückmeldungen bekommen und wir sind auch sehr zufrieden. Jedes Mal beim Hände waschen freue ich mich. Ich bin sehr glücklich, dass wir es doch gewagt haben, es hat sich geloht!



Habt ihr schonmal Seife selbst gemacht? Wie sind eure Erfahrungen auf diesem Gebiet?

Freitag, 13. Februar 2015

Lenkrad-Tasche - endlich mal wieder was genäht



Ich habe schon lange eine Nähmaschine (die alte von meiner Oma), aber in letzter Zeit benutze ich sie leider sehr selten. Es ist nicht so, als hätte ich keine Ideen im Kopf oder gar keine Zeit dazu, aber irgendwie kann ich mich immer nicht so recht aufraffen. Schade eigentlich. Momentan schwirren aber wieder einige Ideen in meinem Kopf herum und ich habe es endlich geschafft, auch mal wieder was zu nähen.



Diesmal ist es eine Lenkertasche für den kleinen Mann geworden, denn momentan steht das Laufrad-Fahren hier ganz hoch im Kurs. Mama und Papa können in Ruhe spazieren und der kleine Mann flitzt munter vorneweg oder hinterher, das funktioniert prima. Bloß sammelt er auch zunehmend kleine Schätze in der Natur, Stöcke und Steine, die alle natürlich ganz unbedingt mit nach Hause müssen. Klar. Damit ich diese in Zukunft nicht mehr tragen muss, hat er jetzt eine schicke und praktische Tasche, genäht nach der Anleitung von hier.


Und weil mir die Tasche so gut gefallen hat, habe ich für mich auch gleich noch eine genäht. Ich habe zwar kein Laufrad, kann sie aber trotzdem gut gebrauchen. Das Sommerbaby wird nämlich am Anfang, genau wie der kleine Mann früher auch, in einem Beistellbettchen an meiner Bettseite schlafen. Das finde ich superpraktisch, hat jedoch auch einen kleinen Nachteil: Ich habe in dieser Zeit kein Nachtschränkchen. Deshalb habe ich mir auch eine Lenkrad-Nachtschränkchen-Ersatz-Tasche genäht, um Kleinigkeiten wie mal ein Taschentuch, griffbereit zu haben.


Donnerstag, 12. Februar 2015

12 von 12 im Februar

Ich möchte euch an meinem Alltag ein wenig teilhaben lassen und deshalb gibt es hier ab und an 12 Bilder meines Tages, immer aufgenommen am 12. des Monats. Mehr findet ihr wie immer bei Caro.

Heute ist ein grauer Februar-Tag mit Nähfieber, großen DIY-Plänen und einem ganz kleinen bisschen blauem Himmel. Viel Spaß euch <3

Wir sind für unsere Verhältnisse spät aufgestanden, um 8 Uhr. Jetzt aber ein bisschen Beeilung, damit der kleine Mann pünklich in den Kindergarten kommt...

anschließend in aller Ruhe ein bisschen Haushalt. Macht sich eben doch nicht von allein. Mist.

Für meine Schwester ein Essay korrekrur gelesen.

Gestern war ich seit langem Mal wieder an der Nähmaschine und zwar sehr fleißig... Fotoshooting heute mit den Ergebnissen :-) Das zeige ich euch dann morgen nochmal genauer...

Und weil mich jetzt das Nähfieber irgendwie wieder gepackt hat, habe ich gleich auch noch angefangen was neues zuzuschneiden und rumzuwerkeln.

Ein schnelles Mittagessen zwischendrin: Fenchel-Paprika-Tomatengemüse mit Reis und Rucolasalat

Das war/ist der eigentliche Plan für heute gewesen, aber es kommt dann doch meistens anders. Nach dieser (nicht maßstabsgerechten) Zeichnung will ich für den kleinen Mann eine Küche aus dem Stuhl bauen. Ich bin sehr gespannt, wie das alles klappt...

Da, da, da! Blauer Himmel! Wer hätte das heute morgen gedacht? Hier ist es schon seit Tagen hauptsächlich grau.

Schnell eine Runde mit dem Laufrad gedreht. Das steht hier momentan ganz hoch im Kurs!

Kahle Bäume. Es wird Zeit für Frühling!

Noch ein bisschen drinne gespielt und dann war auch schon Zeit für Abendessen

So, und nachdem der kleine Mann jetzt schläft, werde ich mich wieder meiner Stuhl-Küche widmen und ihr einen ersten Anstrich verpassen.

Wie war euer Tag so gewesen?

Dienstag, 10. Februar 2015

Was ziehe ich so an?

Nachdem die zweite Schwangerschaft nun schon mehr als zur Hälfte rum ist und der Bauch bereits deutlich sichtbar, stellt sich die Frage: Was ziehe ich so an? Bei Caro habe ich letztens einen wunderbaren Beitag dazu gelesen, denn auch sie hat ihre vier Schwangerschaften nahezu ohne spezielle Klamotten überstanden. Nun will ich euch mal ein bisschen von meinem Weg berichten...

Eine Schwangerschaft (fast) ohne Umstandsklamotten?

Als ich das erste mal schwanger wurde - vor mittlerweile über drei Jahren - dachte ich, ich müsste jetzt sooo vieles neu kaufen. Damals hatte ich aber ein Problem: Ich war Studentin und hatte dementsprechend kaum Geld. Ich konnte es mir einfach nicht leisten, mir Klamotten zu kaufen, die ich dann vielleicht ein halbes Jahr tragen würde (denn man ist ja nicht gleich am Anfang kugelrund). Und hinzu kam, ich hasse shoppen. Ich kann das einfach nicht leiden... Nö, dachte ich mir, das muss auch anders gehen. Für so was kann und will ich nicht viel Geld ausgeben.

Am Anfang ist das einfach

Solange der Bauch also noch nicht so rund war, trug ich einfach das weiter, was ich eh schon hatte. Viele Oberteile sind sowieso aus Jersey, also dehnbar, und zu kurz waren die meisten meiner Oberteile auch nicht. Ich bin sowieso der T-Shirt-Jeans-Typ, das passt super. Ist das Oberteil lang genug, dann fällt es auch nicht auf, dass ich meine Hosen nicht mehr schließen konnte. Erst habe ich einfach den Knopf aufgelassen, dann mit einem Haargummi "verlängert".
Zum Kaschieren eignen sich auch super Bauchbänder. Ich habe mir genau eins gekauft - in schwarz, schön neutral. Das habe ich ständig getragen und trage es auch in dieser Schwangerschaft schon wieder fast immer. Das möchte ich nicht missen, superpraktisch. So kann man zu kurze Oberteile prima kaschieren und auch offenen Hosen nochmal etwas Halt geben.

Kugelig - die Hosen zwicken

Allerdings funktionierte das mit den offenen Hosen irgendwann nicht mehr richtig. Diese Schwangerschaft war das schon recht früh so - beim zweiten Mal wird man halt doch schneller dick. Es zwickte ständig und auch der Reißverschluss ließ sich keinen Milimeter mehr schließen, so kaufte ich mir damals zwei Umstandshosen - die zweite Anschaffung in der Schwangerschaft. Auf Kinderflohmärkten findet man oft welche, denn meist hat man ja keine Chance sie aufzutragen. So hatte ich damals auch recht schnell Glück. Momentan trage ich die Hosen von damals wieder, eine gute Investition (für 3 Euro pro Stück, wenn ich mich recht erinnere).


Second Hand - Erste Wahl

Geeignete Klamotten findet man aber auch auf Flohmärkten oft und da eben auch bei ganz normalen Klamottenverkäuferinnen. Es muss nicht "Mama" drinstehen um mit einem dicken Bauch zu passen. Neben den bereits erwähnten langen Jersey-Oberteilen, habe ich auch so weite Tunikas getragen. Die waren/sind zum Glück Mode, so dass man sie oft findet. Oder lange Tops mit einer offenen Bluse drüber. Als meine Schwester letztens Klamotten aussortierte, habe ich mir auch wieder ein paar lange Tops und T-Shirts rausgesucht, die sich super für einen dicken Bauch eignen, ganz ohne sich "Umstandsklamotte" zu schimpfen. Second Hand ist und bleibt meine erste Wahl, nicht nur wegen der ökologischen Vorteile, sondern auch zum Sparen. Und sind wir ehrlich - sooo viele Klamotten brauchen wir ja auch nicht, schließlich gibts ja Waschmaschinen.

Die Zeit danach

Das gute an den wenigen Neukäufen fand ich war, dass ich nach der Schwangerschaft damals auch wenig wieder aussortieren musste. Die Kiste enthielt - neben den zwei Umstandshosen und dem Bauchband - nur noch vier Oberteile. Zwei davon mit "Mama"-Label, aber durchaus auch so tragbar, und zwei ganz normale Oberteile im Tunika-Stil. Darin kam ich mir ohne Kugelbauch zu schwanger vor. Jetzt trage ich das alles wieder und freue mich, dass ich mir nichts neues suchen muss :-)

Ich habe das Glück beide Schangerschaften über vorallem im Sommer so kugelig zu sein/zu werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass man im Winter um ein paar mehr Anschaffungen nicht drumherum kommt. Aber mit ein bisschen Improvisation geht vieles!

Wie habt ihr das so gemacht, als ihr schwanger gewesen seit?

Mittwoch, 4. Februar 2015

mit Pipetten malen



Im Winter ist ja die Zeit des viel zu viel drinne seins. Leider. Und der Erkältungen. Wenn mal wieder alles zusammen kommt - so wie heute: eiskalter Wind und ein kleiner Mann mit laufender Nase - dann braucht man ein bisschen Abwechlung manchmal, finde ich. Schon öfter habe ich auf anderen Blogs (Wo? - ich muss mir das umbedingt mal besser merken) und auch bei Pinterest eine interessante Idee entdeckt: Malen mit Pipetten.


Ich habe einfach ein kleines bisschen Lebensmittelfarbe in Wasser aufgelöst und schon kanns los gehen. Der kleine Mann war sehr konzentriert bei der Sache, wenn auch ihm das Arbeiten mit der Pipette sehr schwer gefallen ist. Aber die Pipette, die wir hatten, war dafür auch wirklich nicht ideal. Das werden wir sicher nochmal machen, dann mit besserem "Werkzeug"!


Montag, 2. Februar 2015

Unser Garten im Winter - erste Frühlingsboten


An sich sind Gärten im Winter ja meinst sehr grau und trist, ich mag das gar nicht. Und immer wenn ich im Garten bin sehe ich auch die ganzen Baustellen. Alles, was ich gerne ändern würde an unseren Beeten und drumherum, dass jetzt aber nochmal um ein Jahr aufgeschoben wurde. Denn mit einem dicken Bauch fällt mir die Gartenarbeit schwer. So die Erfahrungen vom letzten Mal...


Das alles vergisst man aber wieder, wenn der Garten mit einer schönen weißen Puderzuckerschicht zugedeckt ist. So oft haben wir hier keinen Schnee, dieses Jahr sind wir aber schon häufiger damit gesegnet gewesen. Zwar hält die weiße Pracht meist nur für einen oder zwei Tage, aber für einen kurzen "Hach"-Moment reicht das. Am Sonntag war es wieder so weit, alles war schön weiß!

Wir haben also den Schlitten wieder rausgeholt und auch einen kleinen Schneemann gebaut (na, wer sieht ihn im Bild oben?). Der kleine Mann liebt das sehr. Am morgen als er aus dem Fenster geblickt hat, war er gar nicht mehr zu bremsen "Mama, Schnee! Schlitten fahren! Schneemann! Mama, siehst du? Mama?"


Ich habe mich diesmal aber noch mehr über die ersten Frühlingsboten gefreut als über den Schnee. Zwischendrin unter den Bäumen guckten überall kleine Schneeglöckchen hervor. Klar, Schnee ist schön, aber noch schöner ist es das erste neuwachsende Grün zu sehen, so klein und zart, zeigt es doch eine große Veränderung bald an: der Frühling naht.