Samstag, 10. Juni 2017

3 Möglichkeiten Kinderjeans zu reparieren


Meine beiden Jungs haben einen Verschleiß an Jeans, das ist unglaublich. Kaum haben sie eine "neue" (wir kaufen nahezu nur gebraucht, aber gut erhalten), sind auch schon Löcher drin! Und das schaffen sie genauso schnell bei neu gekauften Jeans aus dem Laden, egal ob teuer oder eher günstig. Mein Stapel mit Jeans zum Flicken ist dementsprechend immer hoch.


Möglichst kostenlos!
Wie ich die Hosen meiner Kinder repariere bzw. weiterverwende möchte ich euch heute zeigen. Ich verwende nämlich ganz selten gekaufte Flicken, die sind mir ehrlich gesagt zu teuer. Da ich auf dem Flohmarkt selten mehr als 1-2 Euro pro Hose zahle, bin ich nicht bereit für zwei Flicken doppelt so viel auszugeben (wobei Flicken kaufen natürlich trotzdem besser ist als eine neue Hose kaufen!). Selbst machen ist also wie so oft die kostengünstigste Lösung!


Möglichkeit 1: Flicken selbst herstellen
Flicken kann man aus alten Jeans ganz einfach selbst machen! Ich verwende dafür meist Reste an Stoff, die beim Kürzen von anderen Hosen anfallen oder aus einer total zerschlissenen Hose von mir. Ideal ist es, wenn der Jeans-Stoff eher fest ist (da gibt es deutliche Qualitätsunterschiede). Dann schneide ich mir passende Flicken aus, meist rund oder oval.


Ich bügele auf die Rückseite noch zur Stabilisierung und zum besseren Fixieren an den kaputten Knien ein dünnes Vlies (beidseitig mit Klebefläche) auf, dass kann man notfalls aber auch weglassen. Beim Aufnähen des Flicken auf die kaputte Hose verwende ich den Zickzack-Stich der Nähmaschine.

Da meine Jungs noch eher klein sind, muss ich die Hosenbeine leider auftrennen, da ich sonst nicht mit der Nähmaschine an die Nahtstellen komme. Dazu lasse ich die Naht unten am Saum und oben am Bund zu und trenne sie nur auf Höhe des Knies auf. So geht das erneute zusammennähen nach dem Flicken ganz einfach!

Möglichkeit 2: aus lang wird kurz
Eine weitere Variante ist das kürzen der Hose, also aus einer langen eine kurze Hose zu machen. Bei Jeans geht das theoretisch ganz einfach, man schneidet den Stoff einfach ab. Dann hat man den Fransen-Look, aber das hält.


Ich persönlich mag es allerdings etwas ordentlicher, so dass ich den Saum einfach doppelt einschlage, mit Stecknadeln fixiere und dann mit der Nähmaschine zusammennähe. Das praktische daran ist, dass kurze Hosen (bei uns) oft auch noch eine Nummer kleiner passen. Also der Große trägt jetzt 110, aber ich habe alle kaputten Hosen in 104 umgenäht, die passen genauso gut!



Möglichkeit 3: wenn gar nichts mehr hilft...
Immer wieder gibt es hier auch Hosen, die sind einfach wirklich am Ende und ein reparieren macht nur noch sehr wenig Sinn bzw. ist mir dann doch zu aufwendig. Trotzdem werfe ich sie nicht weg, sondern verwende den Stoff weiter als Flicken wie oben beschrieben oder für schöne Upcycling-Projekte. Das Patchwork-Jeans-Kissen wird zum Beispiel hier nach wie vor heiß und innig geliebt. Ich glaube, davon werde ich bald ein zweites Nähen!


Den Beitrag verlinke ich zu EiNab und auch zur Linkparty fix it - reparieren ist nachhaltig!

Wie repariert ihr euere (Kinder-) Jeans?

Kommentare:

  1. Hallo!

    Ich finde es erstens super, dass Du vor allem gebrauchte Kleidung für Deine Kinder kaufst und zweitens natürlich großartig, dass Du sie flickst, wenn sie kaputt ist.

    Deinen Tipp mit dem Auftrennen des Hosenbeins nur entlang vom Knie finde ich sehr hilfreich. Dadurch kann man die Flicken wirklich auch bei kleinen Kinderhosen annähen, was sonst eigentlich unmöglich ist.

    Ich selbst setze die Flicken meist HINTER dem Loch und nähe vorne wild drauf. Das mögen meine mittlerweile erwachsenen Kinder lieber.

    Abgeschnitten habe ich auch schon viele Hosen, ist auch eine gute Möglichkeit, wenn das Kind heraus gewachsen ist.

    Danke fürs Verlinken zu EiNaB und schön, dass Du auch bei fix it mit dabei bist!

    lg
    Maria

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    1. Hallo Maria,
      Stimmt, hinter dem Loch annähen ist auch eine gute Möglichkeit, das habe ich auch schon mal gemacht! Bei meinen Hosen mache ich das auch meist so, wenn sie im Schritt sich aufrubbeln.
      Viele liebe Grüße,
      Steffi

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  2. Wow, wie gut, wenn man so eine geschickte Mama hat:))
    Ich finde es absolut bewundernswert, dass du das alles flickst und mit gutem Beispiel vorangehst. Stell dir vor, du müsstest jedes Mal in den Laden gehen, und Nachschub kaufen?? (Kenne leider auch solche Fälle)
    Und das Kissen ist der absolute Hammer- sooo genial!!
    Wie lange hast du da wohl drangesessen??...
    Viele liebe Grüße

    Jeanne

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    1. Hallo Jeanne,
      danke für deinen lieben Kommentar <3
      Da hab da glaub ich wirklich schon einiges an Geld gespart, das summiert sich. Das ist ein schöner Nebeneffekt abseits des ökologischen Nutzen (der für mich eigentlich im Vordergrund steht).
      Das mit dem Kissen ist eine gute Frage :-) Aber ein bisschen hats schon gedauert, aber da darf man immer irgendwie nicht so drüber nachdenken... :-D
      Viele liebe Grüße,
      Steffi

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