Mittwoch, 19. Juli 2017

Gartenarbeit (mit Kindern) im Juli: erste Kartoffeln ernten


Der Juli ist da und mittlerweile ist die Ernte im vollen Gange! Es gibt Zucchini, und  Mangold in Mengen, aber auch die ersten Buschbohnen, (Wild-) Tomaten, Paprika, Brokkoli und vieles mehr haben wir schon geerntet.

vom Regen zum Unkraut
Allerding wächt nicht nur das Gemüse, sondern natürlich auch das Unkraut... Jäten ist angesagt. Nachdem der Juni bei uns sehr trocken war, hatten wir die letzten Wochen immer wieder starken Regen. Da muss man zum Glück nicht mehr allzuviel gießen, allerdings hat das feuchte Wetter auch Nachteile: meine Kartoffeln haben die Krautfäule. So ein Mist!


Krautfäule durchkreuzt meine Pläne
Bei der Krautfäule handelt es sich um einen Pilz, der sich auch schnell auf die anderen Pflanzen ausbreiten kann. Deshalb habe ich zusammen mit dem Großen die (stark) befallenen Pflanzen geerntet. Ich hoffe meine restlichen Pflanzen halten sich noch ein paar Tage bzw. Wochen, damit die Kartoffeln noch ein bisschen wachsen und vor allem die Schale fester wird.


Begeisterung des Großen
Der Große war bei der Kartoffelernte mit großem Elan dabei, er wollte unbedingt Kartoffeln ausgraben. Ich glaube, für ihn war das eine Art Schatzsuche! Das ist aber auch spannend, im Frühjahr haben wir einige kleine Kartoffeln eingebuddelt und jetzt viele und vor allem große geerntet. Wenn man die Pflanze vorsichtig herauszieht, kann man häufig noch wunderbar die alte Pflanzkartoffel erkennen und die Wurzeln mit den neuen Kartoffeln dran.


Wie gehts euren Kartoffeln dieses Jahr? Sind euere Kinder bei der Ernte auch so eifrig dabei?

Montag, 10. Juli 2017

Resteküche: Flamkuchen mit Blätter-Allerlei


Ich habe nicht gerne Reste beim Kochen übrig, die ich in den (Bio-) Müll werfen muss. Das ist Lebensmittelverschwendung und das will ich ändern! Deshalb zeigte ich euch letztens, was ich aus Radieschenblätter am Liebsten mache: Radieschenblätter-Suppe. Eine weitere Mahlzeit, die es bei mir sehr häufig gibt und aus Resten besteht: Flamkuchen mit Blätter-Allerlei. Und das mache ich so...

Was brauchst du dazu?
  • Viele Gemüse-Blatt-Reste, ich verwende gerne das Grün von Rote Beten, Radieschen oder Kohlrabi. Sollte ich nicht genug haben, fülle ich mit Mangold (oder Spinat, je nach Jahreszeit) aus dem Garten auf. 
  • Zusätzlich verwende ich aus optischen und geschmacklichen Gründen noch ein weiteres Gemüse als Belag, bei mir ist das häufig Paprika oder Pilze, Tomate funktioniert auch gut (je nach dem, was grade da ist... dieses mal war es Paprika gerettet über foodsharing)
  • Käse, ich benutze meist Feta, der bringt gleich ordentlich Geschmack mit
  • Klassischer weise würde man eher Creme Fraise oder Schmand als Untergrund wählen, ich verwende allerdings Jogurt, das bekommt man nämlich im Pfandglas und habe ich meist eh zu Hause
  • Teig für ein Blech aus 200g (Vollkorn-) Mehl, Salz, 2 EL Öl und ca. 125 ml Wasser


So gehts
Die Stiele (Rote Bete und Mangold) dünste ich ich immer vor und gebe dann die letzte Minute noch die kleingeschnittenen Blätter dazu, damit sie noch zusammenfallen. Von den Kohlrabi-Blättern verwende ich die Stiele übrigens nicht, die sind mir zu zäh.
Den Teig kneten, ausrollen, Jogurt drauf und belegen. Ich backe das Ganze dann bei 200°C für ca. 10-15 Minuten, bis es gut gebräunt ist.


Variationen
Mit dem Belag sind einem natürlich keine Grenzen gesetzt. Ich habe so auch schon Zwiebel-Flamkuchen gemacht, als ich mal fast gar kein Gemüse mehr da hatte. Oder man bäckt das Ganze eher als Pizza und ersetzt den Jogurt durch Tomatensoße. Seid kreativ :-)

Weil es wieder wunderbar passt, verlinke ich das Rezept zu Maria von widerstandistzweckmäßig und ihrer Linkparty "Resteküche". Schaut mal vorbei, da gibt es so viele tolle Rezepte!

Ebenso ist ist das Verwenden von Lebensmittelresten nachhaltig, deshalbt verlinke ich das Rezept auch zu Einab :-) Dort findet ihr wunderbare Tipps für einen nachhaltigen Lebensstil, DIYs und vieles mehr.

Freitag, 7. Juli 2017

Saatgut ernten - Schnittlauch

Phacelia Samen aus meinem Garten

Es ist soweit, das erste Saatgut kann bei mir im Garten geerntet werden. Juhu!!
Aber warum sollte man sich überhaut die Mühe machen, obwohl man die Samen doch für sehr wenig Geld im Baumarkt kaufen kann?

Woher am Besten sein Saatgut beziehen?
Ich persönlich finde es sehr wichtig, dass mein Saatgut samenfest ist und von einem Unternehmen oder ähnlichem stammt, dass in seinen Grundsätzen meiner Überzeugung entspricht. Momentan kann man dazu auch den Film "Kampf ums Saatgut" in der BR Mediathek angucken, sehr empfehlenswert. Ich kaufe bzw. bestelle meine Samen gerne bei Bingenheimer oder Dreschflegl, wenn ich keine passenden ertauschen konnte. Aber am Allerbesten finde ich es, mein Saatgut selbst zu ernten!

Schnittlauch Samen aus meinem Garten

Selbst ernten - am Beispiel Schnittlauch
Bei vielen Pflanzen ist es sehr einfach, sein Saatgut selbst zu ernten, so auch beim Schnittlauch. Die Samen sind allerdings schlecht lagerfähig, deshalb ist es sinnvoll die Samen jedes Jahr neu abzunehmen, wenn man welche benötigt. Natürlich kann man die Pflanzen sich auch einfach selbst aussäen lassen, wenn man den Standort nicht ändern will - klar! Ich nehme sicherheitshalber welche, ich weiß ja jetzt noch nicht, wo er nächstes Jahr in meinem Garten wachsen soll.
 
Diesen Kreislauf von einer Pflanze mit Blüte zum Saatgut und damit zur neuen Pflanze findet mein großer Sohn auch sehr faszinierend. Es ist immer wieder erstaunlich, dass aus so einem kleinen Samen wieder eine richtige Pflanze wächst. Ich liebe diese Entdecker-Phase der Kinder!

Saatgut-Tütchen selbstgebastelt aus Kinderkunst

Aufbewahren für das nächste Jahr
Aus (alten) Gemälden der Kinder kann man wunderbar zusammen kleine Saattütchen basteln und die Samen so sicher für das nächste Jahr aufbewahren. Generell sollte Saatgut trocken, dunkel und kühl gelagert werden.

Bald sind auch die Samen unserer blühenden Radieschen erntereif. Ebenso die Ringelblumen, Phacelia, Kapuzinerkresse, Tomaten und viele mehr. Achja, da wächst jetzt schon die Vorfreude aufs nächste Jahr, obwohl wir ja noch mitten in diesem sind :-D